Gemäß dem offiziellen Konferenzmotto „En route“ machte sich ein Team des International Office im September auf den Weg nach Toulouse, um die LMU zu vertreten, Partneruniversitäten zu treffen und sich über aktuelle Trends zum Thema Internationalisierung der Hochschulbildung in Europa zu informieren.
Die alljährliche Konferenz der EAIE (European Association of International Education) ist die größte Bildungsmesse in Europa und fand in diesem Jahr zum 34. Mal statt. Mit einer Rekordzahl von über 7300 Teilnehmenden aus 110 Ländern, mehr als 200 Ausstellern und über 240 Vorträgen, Workshops und Campus-Touren war die Veranstaltung in vielerlei Hinsicht wegweisend. Vom International Office der LMU nahmen in diesem Jahr Philippa Menzel, Claudia Wernthaler, Andrea Blei und Amelie Giedgowd teil.
Die Agenda der aktuellen Erasmus-Generation spiegelte sich deutlich im Konferenzprogramm wider: Viele Beiträge behandelten die Themen Social Inclusion und Green Mobility. Die Keynote Speaker der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung – die ehemalige französische Ministerin Élisabeth Moreno und die Musikerin und Menschenrechtsaktivistin Zhang Zhang – beschrieben anhand ihrer eigenen Biografien eindringlich die Wichtigkeit und den hohen Wert von Bildung für die Zukunft unserer Gesellschaft. Ebenfalls zukunftsweisend ist die Auseinandersetzung mit und der Kampf gegen den Klimawandel. Es gilt, neue Formen der Mobilität zu finden, die Reisen möglichst klimafreundlich machen. Um die Teilnehmenden für das Thema zu sensibilisieren, rief das CANIE-Netzwerk (Climate Action Network for International Educators), dem auch Philippa Menzel angehört, dazu auf, mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die darin nachweislich erfolgreichsten Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden prämiert.
Im Rahmen der Konferenz traf sich das Team des International Office mit zahlreichen europäischen und außereuropäischen Partneruniversitäten, um die Beziehungen zu vertiefen und auszubauen. Von großer Bedeutung war wieder der Austausch mit Kooperationspartnern im Vereinigten Königreich, um möglichst viele (von Studiengebühren befreite) Austauschplätze für LMU-Studierende zu sichern. Zwei neue Kooperationen mit südkoreanischen Universitäten und der Ausbau der Erasmus-Partnerschaft mit einer spanischen und einer irischen Universität konnten in den Gesprächen angebahnt werden. Am gemeinsamen Stand der bayerischen Universitäten informierten die vier Mitarbeiterinnen zudem die Standbesucher über Studienmöglichkeiten an der LMU. Auch nutzten sie die Gelegenheit, Standorte der LMU-Partneruniversitäten in Toulouse zu besuchen und die Gegebenheiten vor Ort zu erkunden.
Ein weiterer Schwerpunkt der EAIE-Veranstaltung war der Besuch von Vorträgen, Poster-Sessions und Workshops rund um das Thema Auslandsmobilität im weitesten Sinne. Hier konnten sich die LMU-Vertreterinnen über die neuesten Entwicklungen, vor allem im Bereich Erasmus+, informieren. Stellvertretend für die vielen angebotenen Vorträge, werden im Folgenden nur einige Beispiele aufgezeigt. In mehreren Beiträgen wurden die Chancen und Herausforderungen der neuen Mobilitätslinie „Blended Intensive Programmes (BIP)“, auch im Kontext der Europäischen Hochschulallianzen, diskutiert und mit Praxisbeispielen vorgestellt. In einem Vortrag zur Zukunft des Austauschprogramms „SEMP“ erfuhren die Teilnehmenden, dass zwischen der Schweiz und der EU Verhandlungen aufgenommen wurden. Geplant ist, dass die schweizer Hochschulen baldmöglichst wieder an den EU-geförderten Bildungsprogrammen und damit auch am Erasmus-Austausch teilnehmen können. Ein weiteres Thema, das beleuchtet und intensiv diskutiert wurde, war „Erasmus without Paper“. Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen sowie der EU-Kommission zeigten den Status quo und künftige Entwicklungen auf. In allen Beiträgen wurde deutlich, wie komplex, aber auch chancenreich, alle Initiativen von Erasmus+ sind und welch wichtigen Beitrag sie auf allen Ebenen – für Studierende, Lehrende, Mitarbeitende und auch in der Gesellschaft allgemein – leisten.
Die nächste EAIE-Konferenz findet im September 2025 in Göteborg unter dem Motto „GO-create“ statt.