LMU zu Gast an der New York University

Anfang Juni 2024 reiste Juliane Gierach, Referentin für strategische Partnerschaften am International Office der LMU, nach New York, um dortige Kooperationspartner - insbesondere die New York University - zu besuchen.

Juliane Gierach und Prof. Dr. Tobias Kretschmer in New York

Juliane Gierach und Prof. Dr. Tobias Kretschmer zu Besuch in New York | © LMU/J. Gierach

Als Referentin für strategische Partnerschaften betreue ich mehrere renommierte Partneruniversitäten der LMU wie die University of Cambridge, die New York University (NYU) und die Tel Aviv University (TAU). Der Alltag dieser Kooperationsarbeit besteht oft aus unzähligen E-Mails und Abstimmungsschleifen, langen Zoom-Gesprächen und umfassenden Excel-Tabellen. Der Raum für persönliche Begegnungen und ein tieferes Eintauchen in die Welt der Partnerinstitutionen ist oftmals nicht gegeben.

Vor diesem Hintergrund war die Reise an die NYU Anfang Juni, die ich gemeinsam mit dem akademischen Koordinator des LMU-NYU Research Cooperation Program, Prof. Dr. Tobias Kretschmer, unternahm, ein bedeutendes Element der Partnerschaftspflege. Der Besuch zeigte mir erneut, wie wichtig persönliche Begegnungen sind, insbesondere im internationalen Kontext.

Im Mittelpunkt der Reise stand das Kennenlernen der aktuellen NYU-Ansprechpartnerin des Programms, Libby Perkowski, die im NYU Office of Global Programs tätig ist. In zahlreichen Gesprächen beleuchteten wir die aktuelle Zusammenarbeit, diskutierten Ideen zur Weiterentwicklung des Programms und trafen drei Professorinnen und Professoren sowie einen Promovierenden der LMU, die alle in diesem Jahr eine Projektförderung im Rahmen des LMU-NYU-Programms erhalten haben. Der Austausch mit den Geförderten verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng die Forschenden zusammenarbeiten und welchen enormen Stellenwert die Projektfinanzierung für ihre gemeinsame Forschungsarbeit hat.

Zum Beispiel berichtete Frau Prof. Dr. Guillermina Jasso, dass sie schon lange mit Prof. Dr. Katrin Auspurg zum Thema „sozialer Status und Fairness“ zusammenarbeiten wollte, aber bisher keine passende Fördermöglichkeit gefunden hatte. Dank der LMU-NYU-Finanzierung können nun beide Wissenschaftlerinnen dieses Thema intensiv erforschen und eine wichtige Grundlage für zukünftige Drittmittelanträge schaffen. Zudem stellte sich heraus, dass die Entstehung gemeinsamer Forschungsprojekte im Rahmen der LMU-NYU-Partnerschaft sehr unterschiedlich ist. Einige Forschungspartner kannten sich nur lose und die Ausschreibung des Partnerschaftsprogramms bot den nötigen Anstoß für eine gemeinsame Forschungsidee, die ohne das Programm wahrscheinlich nicht zustande gekommen wäre.

Neben dem intensiven Austausch an der NYU besuchten wir in New York auch Institutionen der auswärtigen Bildungs- und Kulturpolitik Deutschlands. In Gesprächen mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus New York (DWIH), dem DAAD, der DFG North America und dem Deutschen Haus at NYU wurde deutlich, dass Synergien und Vernetzungsmöglichkeiten am ehesten im persönlichen Austausch entstehen, wenn Raum für vertiefte Fragen und gemeinsames Ausloten von Möglichkeiten gegeben ist. Diese Erkenntnisse werden nun in die nächste Ausschreibungsrunde mit einfließen, um zukünftigen geförderten Forschenden noch gezieltere Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten zu bieten.

Forschende der LMU und der NYU können sich noch bis zum 14. Juli 2024 für eine Förderung in 2025 bewerben. Lesen Sie weitere Informationen zum Antragsverfahren.

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